Sagen

Entstehung der Schutzengelkapelle

Zu der Zeit, als der Berg Strហnoch dicht bewaldet wurde, ist hierher ein kleiner Junge gegangen, um Waldfrüchte zu pflücken. Das Laub rauschte, die Äste knackten, das Waldtier war zu hören und der Knabe bekam Angst. Er pflückte schnell die Walderdbeeren, schaute um sich herum und plötzlich trat er auf eine Schlange. Diese zischte zornig und schlang sich um das Bein des Kinds. Der Junge ist vorm Schreck zu Stein geworden. Auf einmal spürte er neben sich selbst jemandes Anwesenheit. In der Richtung erblickte er einen Engel, der zu ihm neigt und lachte ihn an. Im gleichen Moment ließ auch die Schlange nach und der Schlangenkörper brach wie ohne Leben zusammen, ohne dem Jungen Leid zu tun. Genauso wie der Engel aufgetaucht war, so ist er auch verschwunden. Als er der junge dann später seinen Eltern erzählte, ließen diese mit anderen frommen Familien eine Kapelle auf dem Berg erbauen und ein Gemälde mit dem Schutzengel erschaffen, das in der Kapelle platziert wurde.

  


Schatz im Berg Svatobor
Laut einer Sage befindet sich im Berg Svatobor eine geräumige Grotte mit einem landen Säulengang. Ein alter Mann aus Sušice hat diese Grotte, von der er in seiner Jugend sehr viel erzählt hörte, gefunden. Durch ein schmales Loch hat er sich hineingezwängt und wie überrascht war er von all dem, was er dort erblickte! Der Raum war voll von immensem Reichtum. Alles glänzte von Edelstein und bunten Ornament, an der Wand hingen Bilder in goldenen Rahmen, hinzukamen noch diverses Gewehr, Kerzenständer und Kelche … Der Greis stand im eiskalten Wasser, das ihm bis auf Kniehöhe reichte. Diese Tatsache brachte ihn letztendlich davon ab, die Grotte intensiver durchzusuchen. Er hat sich vorgenommen, die Höhe noch einmal, im Sommer, zu besuchen, wann die Wasserstelle sicherlich ausgetrocknet wird. Niemandem sagte er ein Wort, um mit keinem teilen zu müssen. Es kam der Winter und mit ihm auch die Erkrankung – beide seine Beine sind lahm geworden. Dem Mann wurde klar, dass es das eiskalte Wasser in der Grotte verursacht hat, wodurch der Schatz behütet wird. Er vertraute sich seinem alten Freund an, konnte jedoch nicht mehr den Ort genau beschreiben, wo der Weg hinein führt. Nach solchem Bekenntnis atmete er aus … Trotz aller Bemühungen ist es dem Freund nicht gelungen, die Höhle zu finden. Die ältesten Zeitzeugen behaupten, es handele sich um eine alte heidnische Kirche, die in den Felsen eingebaut wurde und als ein Unterschlupf der Heiden vor Verfolgung durch andere Kirchen herrichtet wurde.

Stein des Unglücks am Stadtplatz
Am Stadtplatz in Sušice liegt im Pflaster unweit vom Brunnen ein Stein, der mit folgender Sage verbunden ist: Im Jahre 1672 verweilte ein gewisser Ritter aus dem Geschlecht von Rumkirchen in der Festung Volšovy beim adeligen und tapferen Ritter Ferdinand Borynì aus Lhota. An einem Tag hat er mehr getrunken und angeheitert ritt er seinen Ross am Platz um die Festung herum. Absichtlich oder unbewusst zog er seine Pistole heraus und schloss durch das Fenster in die nah gelegene Kapelle. Mit zwei Kugeln hat er das St.-Anna-Gemälde in der Kapelle durch geschossen. Dann trieb er sein Pferd an und ritt nach Sušice. Am Stadtring ist jedoch der Ross unterm Ritter umgefallen und blieb auf der Stelle tot liegen. Der Ritter schosss sich selbst, genau wie er früher das Gemälde durchgeschossen hatte. Die Stelle, wo der Ritter ums Leben kam, wurde durch einen Stein markiert. Jeder hielt sich vom Stein fern und hütete sich, ihn zu überschreiten, um sich nicht ins Unglück zu stürzen. Zumindest Schnupfen oder Kopfschmerzen sollten sich angeblich am nächsten Morgen einstellen. Herr Ferdinand Borynì aus Lhota widmete vor seinem Tod das beschädigte Gemälde in di St.-Wenzel-Kirche, wo er später auch bestattet wurde.